Top-Tour Piz Padella

(Albula-Alpen, Graubünden, Schweiz)

Höhe
2857 m
Höhendifferenz
1100Hm
Schwierigkeit
Bergtour - Mittel
Wintertauglich
nein
Exposition
Südost, Nordost
Einkehr
keine
Ausgangsort
Samedan
Aufstieg
San Peter, Alp Munt, Margunin
Abstieg
Via Engiadina, Alp Munt, San Peter
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Charakteristik

Wenn man den schroffen, felsigen Hausberg von Samedan vom Tal aus betrachtet, kann man sich kaum vorstellen, dass man ihn nahezu ohne Handeinsatz nicht nur besteigen, sondern sogar überschreiten kann. "Schuld" daran sind die Wegbauer, die hier vorzügliche Arbeit geleistet haben und die Steige derart geschickt durch die teilweise wüsten Felsflanken gefädelt haben, dass für die Besteigung nicht mehr vonnöten ist als solide Ausdauer und Trittsicherheit. Abwechslungsreich und spannend bleibt es dabei immer - eine perfekte Rundtour! Genial ist auch das Gipfelpanorama, das natürlich von den gegenüber aufragenden Gletscherriesen der Bernina-Gruppe dominiert wird, aber auch eindrucksvolle Ausblicke bietet zu Piz Ot und Piz Julier, die Seen von St. Moritz, Silvaplana und Sils und über Pontresina hinweg bis zum Berninapass.


Beschreibung

Durch die Altstadtgassen von Samedan steigen wir hinauf zum Kirchlein St. Peter, das weithin sichtbar knapp 100 Hm über dem Ort thront. Bestens beschildert folgen wir zunächst einem Almweg zum Waldrand, wo ein hübscher Waldweg ansetzt (W). Bequem in einigen Kehren gelangen wir zu einem quer laufenden Karrenweg, biegen links ab und wenigen Meter weiter - am Wegpunkt "Peidra Grossa" - rechts (beides beschildert). Ohne weitere Verzweigungen sorgt nun ein angenehm und gleichmäßig dahinschlängelnder Waldweg dafür, dass die knapp 400 Hm zur Alp Munt effizient abgearbeitet werden (NW).

Aufstieg: Am Wegweiser vor dem Almhüttchen gehen wir geradeaus bergwärts weiter (NW), von links werden wir später zurückkommen. Durch weitläufige Almwiesen erreichen wir die Einsattelung Margunin zwischen Piz Padella links und Cho d'Valletta rechts (W). Wir halten uns scharf links (S), unterwandern zunächst einen Felsriegel und steigen dann hinauf zum Ansatz des Piz-Padella-Nordrückens. Ein Abkürzungsweg von der Via Engiadina mündet von links ein, entsprechend geht es für uns rechts weiter. Zunächst weicht der hervorragend angelegte Weg einem Felsriegel noch durch einen Bogen nach NW aus, dann schlängelt er sich in sanften Kehren direkt auf den turmartigen Gipfelaufbau zu (S). Erstaunlich komfortabel geht es in engen Serpentinen über einen Schrofen- und Geröllhang an eine markante und sehr steile Rampe heran. Mühsam und geröllig, aber leichter als erwartet, ist auch sie gut zu bewältigen (SW). Am oberen Ende führt ein ebenes Felsband unschwierig, aber schmal und leicht ausgesetzt hinüber zu einem XXL-Steinmanndl. Wenige Meter weiter passieren wir die beschilderte Abzweigung unseres späteren Abstiegswegs, gehen geradeaus weiter (W), umrunden ein Felseck und spazieren die letzten Meter über den breiten Rücken hinauf zum höchsten Punkt, den nur ein Schild und ein Gipfelbuch-Kasten zieren.

Abstieg: Wir kehren zurück zur beschilderten Verzweigung kurz unterhalb des Gipfels und halten uns dort rechts (SW). Ein steiles, etwas bröseliges Weglein führt durch die Südflanke des Piz Padella zu einem kurzen, steilen Felsdurchschlupf, der sich mithilfe von Ketten gut überwinden lässt. Mit einem Schlenker nach links (O) leitet der Steig in einen mit Blockwerk gefüllten Kessel und wieder hinaus in gutmütiges Wiesengelände. In gewohnter SW-Richtung steigen wir bequem ab zu einem querenden Wanderweg mit Wegweiser, halten uns links (O) und kurz darauf an einer Gabelung ebenfalls. Nun sind wir auf der sog. Via Engiadina, die als bestens angelegter Panoramaweg das gesamte Padella-Massiv "unterwandert" (NO). Einen Abzweig nach links, der wieder hinauf zum Nordrücken des Piz Padella führen würde, ignorieren wir. Wir passieren ein Almhüttchen, lassen die Abzweigung rechts nach Cristolais/Samedan unbeachtet und halten uns stets an die breite Trasse, die uns ausgesprochen bequem wieder zum weithin sichtbaren Almhüttchen der Alp Munt führt (N, O). Weiterer Abstieg wie Aufstieg.